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Praxis für Chirurgie,
Phlebologie, Proktologie
Arzt für Arbeitsunfälle

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Steißbeinentzündung und Abszesse,
Pilonidalsinus, Pilonidalfisteln

 

Der Sinus pilonidalis oder Pilonidalsinus (pilus = Haar, nidus = Nest) ist eine akut oder chronisch verlaufende Entzündung des Unterhautfettgewebes mit Fistelöffnungen im Bereich der Gesäßfalte (= Rima ani) oberhalb des Steißbeins, die in aller Regel nicht spontan ausheilt

Ursachen/ begünstigende Faktoren

Der Pilonidalsinus ist ein vornehmlich in der Pubertät erworbenes Problem. Durch Reibebewegungen der Pofalte drehen sich abgebrochene Haare mit ihren wurzelnahen Enden in die Haut hinein. Dadurch entstehen winzige Fisteln, ein sogenannter Porus (Mehrzahl: Pori, englisch: Pits), der Haare enthalten kann. Die Haare besitzen Hornschuppen, die als Widerhaken fungieren und dazu führen, dass die Haare immer tiefer eindringen. Sie können das Unterhautfettgewebe erreichen und hier eine Fremdkörperreaktion auslösen. Geht sie mit Entzündungen einher, kommt es zur Ausbildung einer Wundhöhle unter der Haut, dem Sinus pilonidalis, der nicht spontan abheilt und zu wiederkehrenden Abszessen (= Eiterherden) führen kann. Begünstigt wird dieser Mechanismus durch starke Behaarung, übermäßiges Schwitzen, Übergewicht, Nikotinabusus sowie eine überwiegend sitzende Tätigkeit. Betroffen sind überwiegend junge Männer.

Beschwerden durch einen Sinus pilonidalis

Die Beschwerden des Sinus pilonidalis sind von seinem Erscheinungsbild abhängig und reicht von reizlosen Öffnungen über regelmäßige Flüssigkeitsabsonderung über die Pori bis zu immer wieder auftretenden Abszessen mit Rötung, Überwärmung, Schwellung und Schmerzen.

Therapiemöglichkeiten

Immer noch gängige OP-Techniken führen bei vollständigem Ausschneiden der Fisteln inklusive des umgebenen Gewebes zu großen Wunden. Die Wundheilung ist häufig problematisch, alles andere als hygienisch und kann im ungünstigsten Fall mit entsprechender Einschränkung der Lebensqualität und langer beruflicher Ausfallzeit mehrere Monate dauern.
Eine schonende, minimal-invasiv durchgeführte OP-Technik ist das laserunterstützte Pit Picking. Dies ist eine wenig belastende Behandlungsoption. Hierbei werden die Pori ausgestanzt (= Pit Picking) und anschließend die Fistelgänge mit Hitze (= Laser) versiegelt. Dieser Eingriff erfolgt ambulant, in kurzer Vollnarkose, vermeidet große Wundflächen, schont die Rima ani und kann bei Bedarf ohne Probleme wiederholt werden.
Das minimalinvasive laserassistierte Pit Picking wird in meiner Praxis regelmäßig zur Therapie des Sinus pilonidalis durchgeführt.